Die wechselnde Erscheinung
Mit Arbeiten von Anna, Stefano Calligaro, Dina Danish, Hendrik-Jan Hunneman, Rhoda Kellogg, Christopher Knowles, Marijn van Kreij und Isabel Nolan
“Ein Objekt ist nicht so an seinen Namen gebunden dass man nicht einen anderen finden könnte, der besser zu ihm passt.” - René Magritte in Die Worte und die Bilder, 1929
Die wechselnde Erscheinung spricht von der Mehrdeutigkeit der Dinge (und der Kunst) und der Allgegenwart dieser Ambiguität. Mehrdeutigkeit liegt nicht nur in den Kunstwerken und deren Schöpfern selbst, sondern sie ist auch präsent in den Augen des Betrachters, und sie wird durch den Kontext, in dem etwas gezeigt wird, noch verstärkt.
Obwohl ein Kunstobjekt mit dem tiefgehenden Bedürfnis gemacht wird, zu kommunizieren und ein aktiver Teil der Welt zu werden, will und kann es dies nicht auf eindeutige Weise. Es ist ‚multipel’. Zusätzlich zur individuellen Ambiguität eines Artefakts ist ein solches nur selten isoliert, sondern in einem Netz von Beziehungen situiert. Henri Matisse sagte einst: “Das Objekt ist ein Schauspieler. Ein guter Schauspieler kann eine Rolle in zehn verschiedenen Stücken annehmen; ein Objekt kann eine Rolle in zehn verschiedenen Bildern spielen.” Objekte verändern sich, indem und während sie mit dem Ort und den Objekten um sie herum interagieren.
Die wechselnde Erscheinung ist Hin- und Rückverweis auf die vorherige Ausstellung Der erweiterte Blick, die den Fokus auf Sichtbarkeit, Transformation als Bestandteil des Kunstwerks und die Metamorphose der Ausstellung als Ganzes richtete. Im Begleittext zu Der erweiterte Blick wurde der Künstler René Daniëls zitiert, der einmal sagte: "Eine Ausstellung ist immer Teil eines größeren Ganzen." In diesem Zusammenhang mag man sich fragen: was ist eine Ausstellung und - was noch wichtiger für diese Präsentation ist - was könnte dann die nächste Ausstellung sein?
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