7.5.10 – 10.5.10,

Ingo Mittelstaedt: Neue Ordnung

Wir freuen uns, Ingo Mittelstaedts erste institutionelle Einzelausstellung und die neue Werkreihe Chromas präsentieren zu können.

Was kann Fotografie? Diese oft gestellte Frage lotet Ingo Mittelstaedt mit seinen analogen Arbeiten aus und nutzt Modelle aus Papier, Folien, gefundenem Material und Alltags-Gegenständen. Die sorgsam komponierten Szenarien verdichten sich zu spannungsgeladenen Vexierspielen flächiger und räumlicher Elemente.

Bei den in diesem Jahr entstandenen Arbeiten Chromas spielt die Auseinandersetzung mit Farbe eine zentrale Rolle. Blau-, Rot- und Gelbtöne dominieren als leuchtende Flächen die Bildkomposition. Mittelstaedt greift Überlegungen aus Farblehre und Farbtheorie auf und bezieht sich auf die Malerei der Moderne und deren Auseinandersetzung mit Farbe, Fläche und Linie. Verwirrende Einspiegelungen, Verzerrungen und Reflektionen bestimmen die Bilder - doch sie führen nicht zur Auflösung des Gegenständlichen. Vielmehr nimmt er mit den bühnenhaften Arrangements Bezug auf museale Präsentationen und fotografische Darstellungsmethoden der 50 und 60 er Jahre., die Materialität und Raum akzentuieren.

Ingo Mittelstaedt (*1978) studierte bei Dörte Eißfeld an der HBK Braunschweig und arbeitet seit 2009 als freier Künstler. Zahlreiche Ausstellungen im Inland sowie in den Niederlanden, Spanien, Brasilien und den USA.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Ingo Mittelstaedt
Ingo Mittelstaedt