16.3.14 – 27.4.14,

Laura Lamiel: Light Situations

Laura Lamiels elegante Szenografien zeugen von einer beständigen und unabschließbaren Arbeit am und im Raum. Sie entstehen in langen Prozessen der Re-Konfiguration industriell gefertigter, normierter Elemente mit Dingen des alltäglichen Gebrauchs und ausgewählten Fundstücken im Atelier der Künstlerin. Laura Lamiel transferiert diese raumgreifenden Installationen vom Atelier in den Ausstellungsraum und befragt damit die Trennung von Präsentations- und Produktionsort.

Im Kunstverein Langenhagen installiert Laura Lamiel eine Reihung von drei Cellules (dt. Zellen). Die offenen Kabinette bestehen aus einzelnen 210 cm hohen, weiß emaillierten Metallpaneelen. Im Zusammenspiel mit Licht von Arbeitslampen erzeugen diese Oberflächen eine klinische und zugleich dramatische Wirkung. Die Kabinette markieren dementsprechend Laborsituationen und Bühnen für ästhetische Schocks, die Lamiel durch die Konfrontation verschiedener Materialitäten erzielt. Als Displays verdoppeln die Cellules den Ausstellungsraum.

Die Einrichtung der Ausstellungen versteht Laura Lamiel als Einpassung und Anpassung der im Atelier entstandenen Szenografien an die spezifischen räumlichen und sozialen Gegebenheiten des Ausstellungsraums. Diese Einpassungen konfrontieren das Publikum nicht mit Kunstobjekten sondern entführen es in eine räumliche Konstellation, die Fragen nach der Wahrnehmung von Raum, wie nach dem Status des Werkes, seiner (kunsthistorischen) Bezüge und der Verortung im Alltäglichen evozieren.

Laura Lamiel (*1948) lebt in Paris. Einzelausstellungen u.a. La Galerie art center, Noisy-le-Sec, Frankreich (Noyau dur et double foyer 2013), Musée d'Art Moderne de Saint-Etienne, Frankreich (Prix AICA France 2013,) Silberkuppe, Berlin (Site Shift, 2013,) Galerie Marcelle Alix, Paris, (Figure IV, 2012), Galerie; National Museum of Modern Art, Rio de Janeiro, Brazil (2006) und Musée d'Art Moderne de Grenoble (2001). Ihre Arbeiten wurden außerdem im MAC/VAL, Vitry sur Seine, Frankreich (Emoi & moi, 2013), Maison de la Culture de la Province de Namur, Belgien (Ostinato. Dessin/Musique/Interactions 2013), Musée National d'Art Moderne, Paris (elles@centrepompidou, 2010),im Grand Palais, Paris (La force de l'art, 2006), und im Maison Populaire de Montreuil (Un plan simple, 2009) gezeigt. Die Ausstellung im Kunstverein Langenhagen ist die erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland.

Installationsansicht Kunstverein Langenhagen, 2014
Installationsansicht Kunstverein Langenhagen, 2014
Installationsansicht Kunstverein Langenhagen, 2014
Installationsansicht Kunstverein Langenhagen, 2014
Installationsansicht Kunstverein Langenhagen, 2014
Installationsansicht Kunstverein Langenhagen, 2014
Installationsansicht Kunstverein Langenhagen, 2014
Installationsansicht Kunstverein Langenhagen, 2014