Stefano Calligaro – Wie man in der Öffentlichkeit pisst
Wie kann man, als Künstler, widerstehen und gleichzeitig nicht aufhören zu produzieren? Wie kann man in einem Kunstbereich arbeiten, den man verachtet, aber in dem man dennoch funktioniert? Zentrale Frage in Stefano Calligaros Arbeitsweise – vom Beginn einer Idee oder Geste bis zum physischen Ergebnis – ist die Frage, WARUM und WAS man als Künstler produziert. Die Antworten auf diese Fragen findet Calligaro in der Absurdität und in der Ablehnung einer gewissen Virtuosität. Die sogenannten Produkte aus Calligaros Händen sind das Ergebnis von "schnellen Gedanken, die aus anderen schnellen Gedanken hervorgehen und rasch auf verschiedene Oberflächen übertragen werden". Das gesamte Projekt, einschließlich der aus einer E-Mailkorrespondenz zwischen Calligaro mit den Künstlern Kurt Ryslavy und QS Serafijn zu den oben genannten – und vielen weiteren – Themen bestehenden Publikation, dreht sich um die Mischung von sogenannter künstlerischer Freiheit und Machtbeziehungen, die beide ständig auf dem Spiel stehen.
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