27.3.08 – 4.5.08,

Suzanne Treister: Hexen 2039 – Neue militärisch-okkulte Technologien für psychologische Kriegsführung Ein Forschungsprogramm von Rosalind Brodsky

Wie werden Kriege in der Zukunft geführt? Und was haben Stargate, der Brocken und das britische Militär miteinander zu tun?

Rosalind Brodsky lebt im Jahr 2039 und ist Zeitreisende für das „Institute of Militronics and Advanced Time Interventionality“ (IMATI) im Auftrag des britischen Militärs. Ihr Ziel ist es, neue Informationen für die Erforschung von nicht-tödlichen Waffen herauszufinden. Dabei trifft sie auf das amerikanische Militär, die CIA und okkulte Gruppen, die Verbindung zur Politik, der Filmindustrie in Hollywood bis hin zur Hexerei aufzeigen. Die in einem komplizierten Geflecht stehenden Gruppen und Personen werden durch die Entwicklung von Methoden der psychologischen Bewusstseinsveränderung miteinander verbunden.

Die Künstlerin Suzanne Treister (*1958, lebt in London) erschuf 1995 die fiktive Person Rosalind Brodsky, die in ihren Science-Fiction-Abenteuern Hauptakteurin und gleichsam ihr Alter-Ego wird. Suzanne Treister studierte am St. Martins und an der Chelsea Kunsthochschule. Sie arbeitet mit verschiedenen Formen und Materialien, so zeichnet sie, kreiert Videoinstallationen und macht Performances.

Der Kunstverein Langenhagen eröffnet mit der Ausstellung „Hexen 2039“ sein Jahresprogramm für 2008: „Kann denn das wahr sein?“. In fünf Ausstellungen werden Aspekte von Wahrnehmung untersucht. Wie nehmen wir etwas wahr und warum halten wir es für wahr? Diesen Fragen geht der Kunstverein Langenhagen in diesem Jahr auf den Grund.

In ihren Arbeiten setzt sich Suzanne Treister mit Zusammenhängen zwischen Identität, Geschichte, Macht und Halluzination auseinander. Wie entwickeln wir aus Geschichte und Kriegsführung einen Sinn? Ist wirklich alles so geschehen, wie wir es in den Büchern lesen oder gibt es doch Zusammenhänge zwischen Personen und Orte, die wir nicht vermuten? Wie zeichnen sich historische Momente als authentisch für uns aus?

Steffi Prange