Alex McNamee On the cusp of warping (seit Sommer 2020)
Dieses Kunstwerk der britisch-kanadischen Künstlerin Alex McNamee (1990) im öffentlichen Garten zwischen Kunstverein und Musikschule Langenhagen ist eine sich permanent verwindende Installation. Im Sommer 2020 wurden von der Künstlerin mehrere Bäume gepflanzt; zwei Äpfel, zwei Quitten und eine Weide. Einige der bereits vorhandenen Steine wurden zu zeichnerischem Material, von einem Bagger herumgerollt, gewendet und gezogen. Eine der Ecken des Gartens wurde zurückgeschält und in einem Abguss von sich selbst gespiegelt - von Angesicht zu Angesicht - Mimetolithen, sich ewig zuzwinkernd ;'(.
Rosa Kaugummi-Abdrücke aus Keramik, die gekautes Kaugummi imitieren, ausgespuckt und auf das Ende von Schrauen gedrückt – ein asozialer und dennoch funktionaler Akt. Zwei „Clammy Erratic's“ tauchen auf im Garten, den Untergrund der Küste von Kent (England) nachahmend, darin eingebettet sind Fußspuren aus künstlichem Stein, echten Stein, echte Fossilien, künstliche Fossilien. Der zwischen diese beiden „Clammy Erratic“ gepflanzte Weidenbaum wird über viele Jahre wachsen, sich nach außen ausdehnen und die Muscheln zwingen, sich schließlich selbst zu schließen. Futterhäuschen und Sitzstangen für Vögel sind im ganzen Garten aufgestellt worden, die Vögel und Bierflaschen dazu einladen, sich auf ihre welligen Oberflächen niederzulassen. Zwei künstliche Hügel wurden aufgeschüttet, die nach und nach mit Gras und Unkraut überwuchert werden und als wilde Flecken für die Natur und für Stützen für einen schräg gepflanzten Quittenbaum dienen, zu einer Metallzeichnung werdend. McNamee verwendet die Stauden-Performance als Werkzeug, um Materie zu formen. Ihre Arbeit wird weiter werden, rosten, zerbröckeln, wachsen, produzieren, schieben, ziehen und sich verziehen.
Die Installation von Alex McNammee ist freundlich gefördert von Neustart Kultur Programm mit Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.