Love, Live, and Die in Symbiosis* with Lucile Olympe Haute
Opening 13th december 2023 7pm
Artist talk 14th december 2023 7pm
Web-to-print workshop with Lucile Olympe Haute and Jeanne Mainetti around human life with microrganisms 25th & 27th january 2024
Performance with Lucile Olympe Haute 27th january 2024 7 pm
This exhibition shows the different facets of a single plural form of life, bringing together bacteria and yeast in symbiosis within the Kombucha culture.
This series of works by Lucile Olympe Haute shows the results of experiments with materials that are both scraps from beverage production and ritual objects. They invite us to question the ways in which we collaborate with, care for, cultivate or exploit other living things. More broadly, they question our collective values and their influence on our relationship with the world.
Are we capable of empathetic projection towards swarms of microscopic life, whose effects we perceive but not the individuals? The carbonaceous life forms brought together here are neither animal nor vegetable, but a heterogeneous symbiotic legion of non-ukaryotic living organisms. They reproduce, grow together, agonise and die in the exhibition.
On a daily basis, they are our allies and also our enemies. Yeast and bacteria populate our intimate microbiota. We control their presence, sort them out, cultivate or exterminate them. We collaborate with them on and in our bodies, as well as in our food. Each of us is inhabited by invisible beings, each of us is a symbiotic legion.
*Symbiosis: an intimate and lasting association between organisms of different species.
The exhibition and the events are friendly sponsored by the Niedersächsische Sparkassenstiftung, the Sparkasse Hannover and the Ministry of Sciene and Culture of Lower Saxony.
Die Arbeiten, die Lucile Olympe Haute in der Ausstellung zeigt sind aus Materialexperimenten entstanden: sie sind gleichzeitig sowohl Abfallprodukte der Getränkeproduktion, als auch rituelle Objekte. In der Ausstellung laden sie dazu ein, die Art und Weise zu befragen, wie wir Menschen mit anderen Lebewesen zusammenleben, zusammenarbeiten, wie wir uns um sie kümmern, sie kultivieren, sie ausbeuten. Im weiteren Sinne hinterfragen sie damit unsere gemeinsamen Werte und deren Einfluss auf unsere Beziehung zur Welt.
Im Alltag sind Hefen und Bakterien unsere Verbündeten wie auch unsere Feinde. Sie bevölkern uns bis in unsere intimsten Mikrobiota. Auf und in unseren Körpern sowie in unserer Ernährung arbeiten wir mit ihnen zusammen. Ihre Anwesenheit wird von uns kontrolliert: wir sortieren, züchten oder vernichten sie. Jeder von uns wird von solchen unsichtbaren Wesen bevölkert, jeder von uns ist eine symbiotische Vielheit.
Jedoch: sind wir überhaupt in der Lage, gegenüber mikroskopisch kleinem Leben eine Beziehung der empathischen Projektion zu entwickeln, obwohl wir nur vereinzelt deren Wirkmächtigkeit, aber niemals diskrete Individuen wahrnehmen können? Die in der Ausstellung versammelten kohlenstoffhaltigen Lebensformen sind weder Tiere noch Pflanzen, sondern eine symbiotische, heterogene Vielheit von nicht-eukaryotischen Lebewesen. Sie vermehren sich, wachsen zusammen, vergehen und sterben.
Neben der Ausstellung findet im Rahmen von Lieben, Leben und Sterben in Symbiose ein Künstler:innengespräch, ein Vortrag zum Leben und Sterben von und mit Mikroorganismen mit n.n., ein Web-to-print-Workshop mit Lucile Olympe Haute und Jeanne Mainetti rund um Themen des menschlichen Zusammenlebens mit Mikroorganismen sowie eine Performance mit Lucile Olympe Haute statt.
Das Ausstellungs- und Veranstaltungspaket Lieben, Leben und Sterben in Symbiose wird freundlich von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Hannover sowie dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert.