15.12.21 – 13.2.22, 17:00,

maybe better not

Einmal sich eingelassen auf den gängigen Rhythmus von Aktivität, erscheint er doch schnell zu dicht und zu vereinnehmend. Warum diese hohe Taktung? Warum ständig etwas machen müssen? Warum alles und sich immer neu erfinden müssen? Das fängt schon hier an: wieso und wie einen Text schreiben, wenn einem nichts einfällt? Wenn man eigentlich gar nichts zu sagen hat. Wenn ich eigentlich viel lieber einfach Tee trinken oder rauchen würde?

Ursprünglich sollte es bei dieser Ausstellung und den damit verbundenen Veranstaltungen einmal um Faulheit üben gehen. Aber trifft es das, Faulheit? Vielleicht geht es eher um einen gewissen Freiraum. Einen Raum, der sich plötzlich auftut oder sich genommen wird. Weil eine Verpflichtung wegfällt oder indem man eine Verabredung absagt. Indem man etwas doch nicht tut. Oder später oder nur Teile davon tut. Eine geplante Arbeit nicht oder nur langsam oder nur teilweise ausführt. Oder an ihrer Stelle eine schon gemachte Arbeit einfach noch einmal abgibt.
Das alles aber nicht, um in dem freien Raum oder der freien Zeit dann auf etwas anderes hinzuwirken: an etwas anderem zu arbeiten. Sondern einfach, um nichts zu machen. Oder zumindest erstmal nichts bestimmtes zu machen. Auf jeden Fall nichts Zielführendes zu machen. Und dann zu schauen, was in dem entstandenen Raum passiert, was sich dort wie einfügt, was sich eröffnet.

Die Arbeiten von Judith Hopf, Stephan Janitzky und Philipp Messner in der Ausstellung berühren manche dieser Fragen oder kreisen um ähnliches. Dazu kommen mehrere Veranstaltungen, die weitere Perspektiven und Zusammenhänge aufmachen: eine Sektmatinée rund um Verweigerungsstategien und Absagen, eine Sitzung aus der Serie naheliegende Berufe, vielleicht mit einer Hausbesetzerin oder einem Gewerkschaftler, eine Ausgabe der neuen Reihe Konversation mit Dingen, in der der Versuch unternommen werden soll, mit den Dingen im Ausstellungsraum (Kunstwerken, räumlichen Bestandteilen, von den Besucher innen mitgebrachten Dingen und anderem) vielleicht nicht direkt ins Gespräch, so doch in einen Austausch zu kommen, noch eine Sektmatinée und schließlich eine Gesprächsrunde mit Vertreter innen von Kunstverein Hildesheim, Niki – Künstler innen- und Kurator innen-Residenzprogramm Hannover und VHS Langenhagen zu Produktionsbedingungen während und post-Covid19.

Öffnungszeiten der Ausstellung Mittwoch, Samstag und Sonntag von 14 - 17h und nach Vereinbarung.

Sektmatinées am 12. Januar ab 11 Uhr und am 12. Februar ab 11 Uhr, um Anmeldung per mail@kunstverein-langenhagen.de wird gebeten

die Sektmatinée am 12. Januar entfällt aufgrund der Corona-Regeln während der niedersächsischen Weihnachts- und Neujahrsruhe und wird eventuell zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt

das Gespräch mit Vertreterinnen von Kunstverein Hildesheim, Niki – Künstlerinnen- und Kurator*innen-Residenzprogramm Hannover und der VHS Langenhagen zu Produktionsbedingungen während und post-Covid19 findet am Mittwoch 9. Februar um 19 Uhr statt

der ersten Ausgabe der neuen Reihe Konversation mit Dingen findet am Samstag 29. Januar von 15 – 17 Uhr (dazu bitte Dinge mitbringen)

auch die Veranstastaltung Konversation mit Dingen am 29. Januar entfällt aufgrund der Corona-Regeln während der verlängerten niedersächsischen Winterrruhe

die Sitzung aus der Serie Naheliegende Berufe wird noch angekündigt

Philipp Messner Untitled (Constantly Shifting) (2016/2017)
Philipp Messner Untitled (Constantly Shifting) (2016/2017)
Philipp Messner Untitled (Constantly Shifting) (2016/2017) Exhibtion view
Philipp Messner Untitled (Constantly Shifting) (2016/2017) Exhibtion view
Judith Hopf Hey Produktion (2001) Exhibtion view
Judith Hopf Hey Produktion (2001) Exhibtion view
Space view
Space view
Stephan Janitzky Softie (2015)
Stephan Janitzky Softie (2015)
Stephan Janitzky Softie (2015)
Stephan Janitzky Softie (2015)
Exhibition view
Exhibition view
Flag in the garden
Flag in the garden